Das Demonstrator-Hochhaus besteht aus 12 Geschossen mit einer Höhe von ca. 36,50 m und einer Grundfläche von 5,00 m/5,00 m. Ein angrenzendes Treppenhaus enthält alle vertikalen Versorgungsleitungen sowie die vertikale Verbindung. ( 49 ) Vom 25. November 2003 über den Status langfristig aufenthaltsberechtigter Drittstaatsangehöriger (ABl. 2004 L 16, S. 44) (im Folgenden: Richtlinie über langfristig Aufenthaltsberechtigte oder «Richtlinie 2003/109»). Diese Richtlinie wurde inzwischen durch die Richtlinie 2011/51/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2011 zur Änderung der Richtlinie 2003/109/EG des Rates geändert, um ihren Anwendungsbereich auf Personen mit internationalem Schutzschutz auszudehnen (ABl. 2011 L 132, S. 1) (im Folgenden: Richtlinie 2011/51) mit Wirkung vom 20. Mai 2011.

Der Status eines langfristigen Aufenthalts kann unter den in Artikel 9 genannten Umständen, einschließlich der Fälle, in denen eine Ausweisungsmaßnahme erlassen wird( 58 ) entzogen oder verloren gehen, oder die betreffende Person stellt aufgrund der Schwere der von ihm begangenen Straftaten eine Gefahr für die öffentliche Ordnung dar, eine solche Drohung ist jedoch kein Grund für die Ausweisung im Sinne von Artikel 12 der Richtlinie. ( 59 ) Jede Entscheidung über die Ablehnung eines Antrags auf Daueraufenthaltsstatus oder auf Entzug dieses Status ist zu begründen; und es muss ein Rechtsbehelfsverfahren zur Verfügung gestellt werden. ( 60 ) Langfristig Aufenthaltsberechtigte genießen die Gleichbehandlung mit Denbenehmen in Bezug auf eine Reihe von Sozialleistungen ( 61 ), wie z. B. den Zugang zur Beschäftigung. Die Bestimmungen über die Ausweisung langfristig Aufenthaltsberechtigter sind in Artikel 12 zu finden. Im Wesentlichen können die Mitgliedstaaten eine solche Entscheidung nur treffen, wenn die betreffende Person «eine tatsächliche und hinreichend ernste Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit darstellt». ( 62 ) Die Worte «zwingende Gründe der nationalen Sicherheit oder der öffentlichen Ordnung» in Art. 24 Abs. 1 der Richtlinie 2004/83 bedeuten, dass ernsthafte Gründe für die Annahme vorliegen, dass die nationale Sicherheit oder die öffentliche Ordnung bedroht ist.

Dieser Ausdruck ist weiter gefasst als die Inanspruchgenommenfassung in Art. 21 Abs. 2 dieser Richtlinie, nämlich vernünftige Gründe für die Annahme des betreffenden Flüchtlings als eine Gefahr für die Sicherheit des betreffenden Mitgliedstaats (gemäß Art. 21 Abs. 2 Buchstabe a) oder wenn er, nachdem er durch ein rechtskräftiges Urteil wegen eines besonders schweren Verbrechens verurteilt worden ist, eine Gefahr für die Gemeinschaft dieses Staates darstellt (in Art. 21 Abs. 2 Buchstabe b). Was erstere betrifft, so sind die Anerkennungsrichtlinie und die Unionsbürgerrichtlinie am selben Tag erlassen worden. Es trifft auch zu, dass die vom Gerichtshof rechtmäßig angewandte Auslegungsmethode gegebenenfalls Raum für eine spezifische Auslegung im Hinblick auf den Zweck jeder Richtlinie lässt, um ihre Wirksamkeit zu gewährleisten, doch sollten die Grundrechte und -grundsätze nicht je nach dem Gebiet, in dem sie sich befinden, unterschiedlich angewandt werden, wenn sie ihren grundlegenden Charakter nicht verlieren sollen. ( 110 ) Dennoch gibt es zwischen den beiden Richtlinien erhebliche Unterschiede.