Der Abkommensentwurf sieht die Einrichtung einer gemeinsamen Nationalen Beobachtungsstelle zur Durchführung von Forschungsstudien und -projekten auf dem Gebiet der Arbeitsbeziehungen und Beschäftigungsbeziehungen vor, wie z. B. die Überwachung von Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene mit besonderem Schwerpunkt auf der Zahlung leistungsbezogener Boni und spezifischer Initiativen in Bezug auf die Umwelt und Sicherheit am Arbeitsplatz. Darüber hinaus setzt das Abkommen – wie von der gemeinsamen Verhandlungsplattform von Fiom-Cgil, Fim-Cisl und Uilm-Uil gefordert – die Richtlinie 2002/14/EG des Rates um, die einen allgemeinen Rahmen für die Unterrichtung und Anhörung von Arbeitnehmern in Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten schafft. Die EU-Richtlinie war bereits 2007 von der italienischen Regierung in nationales Recht umgesetzt worden (IT0612039I). Die Arbeitgeber ihrerseits können andere Mitarbeiter auffordern, ihre Arbeitszeit enußerhalb der 40 Stunden pro Woche freiwillig zu erhöhen, was nach Gewerkschaftsvertretern viele Arbeitnehmer gerne tun wollen, um mehr Geld zu verdienen. Nach wochenlangen erbitterten Kämpfen ist endlich ein Tarifvertrag für die deutsche Metall- und Elektroindustrie zustande gekommen. Die Arbeitnehmer konnten höhere Löhne und flexiblere Arbeitszeiten sichern. Die Schwierigkeiten der Verhandlungen zeigen sich in den Reaktionen der Sozialpartner auf die erzielte Einigung. Der Generalsekretär von Fiom-Cgil, Gianni Rinaldini, hat ein «positives Urteil, das nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass das Abkommen aus einem Kompromiss herleitet» geäußert. Insgesamt sind die Gewerkschaften mit dem Vertragsentwurf zufrieden, da sie der Ansicht sind, dass sie «die Gültigkeit des nationalen Tarifvertrags unter dem Angriff der Arbeitgeberorganisationen verteidigt haben». Minister Damiano begrüßte auch den Entwurf des Abkommens und betonte die zentrale Bedeutung des nationalen Tarifvertrags im italienischen System der Arbeitsbeziehungen.

Die mächtige Gewerkschaft IG Metall kündigte den Deal für die Beschäftigten in Baden-Württemberg an, rechnete aber damit, dass sie letztlich bundesweit für insgesamt 3,9 Millionen Beschäftigte in der Branche umgesetzt werden würde. Darüber hinaus wird die vorankündigung für den bezahlten Jahresurlaub – insgesamt sieben Tage zusätzlich zu den 27 Tagen gesetzlichen bezahlten Urlaubs – auf 15 Tage reduziert, während die Unternehmensleitung einen der sieben Tage auf das folgende Jahr verschieben kann; Der Arbeitnehmer kann jedoch stattdessen die Zahlung verlangen oder den Tag auf das so genannte Ruhestundenkonto überweisen. Am 19. Mai 2012 begrüßte der Vorsitzende von Südwestmetall, Rainer Dulger, den jüngsten Kompromiss in der Metallindustrie (siehe Pressemitteilung). Seiner Ansicht nach ließ die neue Vereinbarung den Unternehmen Raum, flexibel mit den Vorschriften über die Bindung neu qualifizierter Lehrlinge und die Beschäftigung von Leiharbeitnehmern umzugehen. Der Südwestmetall-Vorsitzende betonte zudem, dass die Lohnerhöhung von 4,3 Prozent die positive wirtschaftliche Entwicklung in der Branche widerspiegele, von der die Beschäftigten profitierten.